Erstmalige gemeinsame Sprint- und Sprungkonferenz in Stuttgart
Die Referierenden Dr. Tobias Alt (Trainingswissenschaftler OSP NRW/Westfalen), Joana Schmidt (Universitätsklinikum Tübingen) und Kevin Pina Wilhelm (Jugendbotschafter Doping-Prävention) gestalteten einen abwechslungsreichen und praxisnahen Lehrgang für Trainer:innen und Athlet:innen. Tobias Alt vermittelte seine Philosophie sowie aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse zum Starten und Beschleunigen. Dabei griff er auf seine langjährige Erfahrung zurück, die er unter anderem in der Zusammenarbeit mit Sprinter:innen der deutschen Nationalmannschaft sowie mit Starter: innen und Medaillengewinner:innen aus dem Bob- und Skeletonsport bei Olympischen Winterspielen sammeln konnte und betonte auch, wie wichtig Emotionen und Leidenschaft im Trainingsprozess sind.
Mit anschaulichen Metaphern und bildhafter Sprache wurden Inhalte greifbar gemacht: Begriffe wie „Ankle Rocker“, „Schlagzeug spielen“, „Reißverschluss“ oder „Knie-Knö“ wurden in Übungen übersetzt, die das „Bouncen“ im Sprint fördern können. Da der „Bounce“ auch beim Springen eine große Rolle spielt, konnten die Sprungtrainer:innen wertvolle Verknüpfungen bilden. Die Athlet:innen zeigten sich bei allen Übungen aufgeschlossen, geduldig, probierten die neuen Bewegungsansätze aus und stellten sich engagiert den Herausforderungen.
Ergänzend gab Joana Schmidt den Athleten:innen Einblicke in die Sportpsychologie und thematisierte die mentalen Anforderungen des Leistungssports, während Kevin Pina Wilhelm die Sportler:innen im Bereich Anti-Doping sensibilisierte und wichtige Grundlagen für einen bewussteren Umgang mit diesem Thema vermittelte.
Unser Dank gilt den Referierenden für ihre lebhafte und kreative Gestaltung dieser Fortbildung und ein besonderer Dank den Athlet:innen, die den Praxisteil mit Tobias Alt aktiv gestaltet haben und uns Trainer:innen wertvolle Einblicke ermöglichten.